Diözesan-Caritasverband Fulda, 30.11.2012

16 Priesteramtskandidaten, fünf Bistümer:

An drei Hospitationstagen die Arbeit in Caritas-Einrichtungen kennen gelernt

Fulda (cif). Insgesamt 16 Diakone aus den fünf (Erz-)Diözesen Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Fulda und Paderborn hospitierten kürzlich gemeinsam in Einrichtungen der Caritas im Bistum Fulda. Die Hospitationstage in den Caritas-Einrichtungen sind fester Bestandteil des Pastoralkurses der Kandidaten zur Vorbereitung auf die Priesterweihe.

Die Anwesenden haben sich zum Gruppenfoto im Speiseraum der Behindertenhilfe in der Ratgarstrasse 13 in Fulda zusammengestellt. Alle schauen uns an und tragen ein für Priester übliches schwarzes Hemd. Hinter ihnen sehen wir ein in eine Holzvertäfelung eingefasstes Landschaftsbild.
Das Bild zeigt die Diakone gemeinsam mit Regens Prof. Dr. Cornelius Roth,
Caritas-Aufsichtsratsvorsitzenden Msgr. Elmar Gurk, Caritasdirektor Dr. Markus Juch und
dem Ressortleiter Soziale Dienste/Gemeindecaritas Armin Schomberg, der die Caritas-Tage organisiert hatte.
Pressefoto: C. Scharf/Caritas FD

Dabei sind die Leiter der Einrichtungen beispielsweise der Altenhilfe, der Sozialen Dienste und Beratungen oder der Behindertenhilfe sehr erfreut und dankbar, dass die Einbeziehung von Aspekten der Caritas-Arbeit in die Ausbildung zum Priester integriert ist. Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, der die Priesteramtskandidaten an ihrem ersten „Caritas-Tag“ offiziell begrüßte, unterstrich diesbezüglich, wie wichtig ihm die feste Verbindung und Zusammenarbeit der lokalen Caritas-Institutionen mit den Gemeinden vor Ort ist: „Wir sind mit unseren Einrichtungen fest in den Städten und Dörfern eingebunden und sind somit auch fester Bestandteil der Kirchengemeinden am Ort Diese Verbundenheit sollten wir beiderseits und jederzeit zum Wohle der hilfebedürftigen Menschen nutzen!“

Die Diakone bekamen in den drei Exkursionstagen einen Einblick in die jeweiligen Einrichtungen, die nach ihren Interessensschwerpunkten während des Diakonatsjahres ausgewählt worden waren. Im Kontakt mit Klienten und Mitarbeitern der besuchten Institutionen konnten sie umfassende Informationen über Arbeitsweisen, Rahmenbedingungen und Grundlagen der Caritas-Arbeit im jeweiligen Tätigkeitsfeld erhalten.

In diesem Jahr waren neben der Altenhilfe besonders die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe im Fokus des Interesses. Dies zeige, so Caritasdirektor Juch, dass Kirchengemeinden mit ihren pastoralen Mitarbeitern Wohnungslosigkeit und Armut nicht nur als Phänomen an der Pfarrhaustür erlebten, sondern vielerorts schon als wichtige Akteure und Partner in das Hilfenetz der Kommunen eingebunden seien. Die vier eigenen sozialraumorientierten Caritas-Projekte im Bistum, allesamt gemeinsam mit den Kirchengemeinden vor Ort initiiert, bestätigten diese Erfahrungen.