Caritasverband Rheine, 19.12.2003

apetito spendet 10.000 Euro an Klinik-Clowns und Hospiz

Hospiz: Menschliche Nähe erleichtert den letzten Lebensabschnitt

Traditionell spendet apetito zur Weihnachtszeit im Namen der Mitarbeiter und der Familie Düsterberg zehntausend Euro für karitative Zwecke. Dafür verzichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf kleine Geschenke. In diesem Jahr haben Vorstand und Betriebsrat sich für zwei Spendenziele entschieden: Je fünftausend Euro erhalten das ökumenisch-ambulante Hospiz der Caritas und der Diakonie Rheine sowie der Verein „Klinik-Clowns im Kreis Steinfurt“. Am 18. Dezember überreichten der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Düsterberg und der Betriebsratsvorsitzende Winfried Dellwig die symbolischen Schecks.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des ökumenisch-ambulanten Hospizes begleiten Schwerstkranke, die in vertrauter Umgebung leben und nicht allein sein möchten, wenn sie sterben. Die Kranken brauchen Zeit und Raum, um zu reden und Abschied nehmen zu können. Diesen Wünschen entspricht das seit 1993 bestehende Hospiz der Caritas und Diakonie. Auch den Angehörigen sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter durch ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge eine große Entlastung. 26 Ehrenamtliche kümmern sich mittlerweile beim Hospiz Rheine um schwerstkranke und sterbende Menschen. Vorbereitet auf diese sensible Aufgabe werden sie in einer viermonatigen Seminarreihe, die zwölf Abende und zwei Wochenenden umfasst. „Das Seminar soll dazu beitragen, die persönlichen Fähigkeiten im Umgang mit Verlust- und Trauererfahrungen zu erweitern und so ein hilfreicher Begleiter und Gesprächspartner für Sterbende und deren Angehörige zu werden“, erläutert Caritas-Direktorin Irene Reddmann für das ökumenisch-ambulante Hospiz Rheine.

Der Verein „Klinik-Clowns im Kreis Steinfurt“, der bis vor wenigen Tagen noch Verein zur Förderung der Humortherapie hieß, unterstützt und finanziert die Einsätze der Klinik-Clowns. Um diese Einsätze ausweiten zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Bekannt sind die Clowns Lotta und Konrad durch ihre Arbeit in der Kinderabteilung des Mathias-Spitals Rheine. Mittlerweile sind sie auch in Senioreneinrichtungen aktiv, um den Menschen dort Freude zu schenken. Die beiden verstehen es, die betagten Zuschauer persönlich anzusprechen. Sogar die schwer dementen Menschen reagieren auf das sensible Spiel der beiden Akteure. „Lachen ist gesund“ - diese Erkenntnis nutzen die Klinik-Clowns, um von Krankheiten abzulenken und einige vergnügliche Stunden zu bereiten. „Humor ist eine natürliche Energiequelle, die hilft, schwierige, angespannte Lebenssituationen leichter zu bewältigen“, so Vereinsvorsitzende Dr. Beate Breulmann.

Weitere Infos zu diesen Themen: